Okt 122011
 

Willkommen!

Am Anfang standen gekündigte Mietverträge und eine Zwangssanierung. Daraus entstand der Wunsch, über den eigenen Wohnraum gemeinsam und selbständig entscheiden zu können.

Nach zweijährigem Vorlauf mit Gruppenfindung, Finanzierungsplänen, Haussuche, -kauf und Sanierung gibt es seit Anfang 2013 in Erfurt das erste selbst verwaltete Hausprojekt wohnopolis im Verbund des Mietshäuser Syndikats. Mit der finanziellen und praktischen Hilfe vieler Unterstützer_innen ist in der Lassallestraße 50 auf drei Etagen Wohnraum für 9 Erwachsene und vier Kinder sowie ein öffentlich genutzter Raum namens [L50] im Erdgeschoss entstanden.

Mrz 272017
 

logogWer in Erfurt eine Wohnung sucht, weiß es schon länger: Mit der Einwohner_innenzahl steigt auch die Miete, bezahlbarer Wohnraum ist kaum noch zu bekommen.Dass es derzeit ein Problem gibt, hat mittlerweile sogar die Stadt selbst erkannt: So will der Stadtrat laut Beschluss die „Wohnungspolitik in Erfurt neu ausrichten“. Eine dreiteilige Veranstaltungsreihe in der [L50] möchte sich in die aktuelle Debatte in Erfurt einmischen. Unter dem Titel „Stadt(entwicklung) geht anders“ wird es im April und Mai drei Veranstaltungen geben, zu der Ihr herzlich eingeladen seid:

13.04.17, 19 Uhr: Film „Buy Buy St.Pauli“
Film und Diskussion über neoliberale Stadtentwicklung

26.04.17, 19 Uhr Film „Das ist unser Haus!“
Film und Diskussion über selbstorganisierte Wohnformen

04.05.17, 19 Uhr Haus- und Wagenrat Leipzig
Vortrag und Diskussion über Wohnungspolitik

Infos zu allen Veranstaltungen findet ihr auf der Seite des s.P.u.K. e.V.
Ob wir unter den derzeitigen Marktbedingungen unser Projekt noch einmal verwirklichen könnten, ist fraglich. Wir hoffen, dass die Veranstaltungsreihe helfen kann, die Chancen für weitere Hausprojekte als Orte des selbstorganisierten und sozialverträglichen Wohnens in Erfurt zu verbessern.

Feb 242017
 

Die Häuser denen, die drin wohnen / Rücke vor zur Schlossallee

> Broschüre als Downloadbroschuere_nr7_gedreht

Das Mietshäuser Syndikat stellt sich vor: Die aktuelle Bestandsaufnahme der Hausprojekte und -initiativen in gedruckter Form – mit Selbstdarstellungen aller Projekte im Verbund.
Die gedruckte Broschüre liegt auch zum Anschauen und Abholen im öffentlichen Bereich [L50] unseres Hausprojekts in Erfurt aus.

Feb 242017
 

„Das ist unser Haus!“ – Räume aneignen mit dem Mietshäuser Syndikat
(D 2016, 65 Min., 16:9)

> Film hier anshauen

Gemeineigentum – Selbstorganisation – Solidarität – Seit vielen Jahren gibt es eine Netzwerkstruktur von mehr als 100 Hausprojekten in Stadt und Land, um die Wohnungsfrage nach anderen Werten zu organisieren: das Mietshäuser Syndikat. Finanzschwache Gruppen können sich mit der Solidarität anderer ermächtigen und so bezahlbare Räume sichern. Deshalb wächst in immer mehr Köpfen das Interesse an dieser wichtigen Initiative aus der Zivilgesellschaft.

Im 65 minütigen Film „Das ist unser Haus!“ erläutern Akteure des Mietshäuser Syndikats das Modell der kollektiven Raumaneignung und präsentieren vielseitige Projekte in unterschiedlichen räumlichen Kontexten. Die Zuschauer werden motiviert, eigene Projekte im stabilen solidarischen Verbund des Mietshäuser Syndikats zu starten.

Mit Impressionen aus den Projekten: Freie Hütte (Lübeck), LÜDIA (Hadmersleben), Handwerkerhof Ottensen (Hamburg), Jugendwohnprojekt Mittendrin (Neuruppin), Grethergelände (Freiburg), 4-Häuser-Projekt (Tübingen)

Jun 202016
 

FR Signet

Die Frankfurter Rundschau hatte in den vergangenen Wochen eine Interessante Serie:  „Wie wollen wir wohnen?“ war die Frage der Serie, darin wurden ganz unterschiedliche Aspekte des Themas Wohnen beleuchtet. Unter dem Titel „Mieter, vereinigt euch!“ erschien ein lesenswerter Artikel über das Mietshäuser Syndikat. Ihr findet den Artikel hier. Viel Spaß beim lesen!

Mai 292015
 

Wie funktioniert eigentlich das Mietshäuser Syndikat? Diese Frage taucht immer wieder auf. Statt langer Vorträge und umständlichen Grafiken kann man alle Interessierten bald auf einen Film verweisen, wenn alles so kommt, wie sich die drei Filmemacher das vorstellen. Denn durch eine crowdfunding-Kampagne wird gerade Geld eingesammelt, um einen ein InfoFilm über das Mietshäuser Syndikat zu produzieren. Der Film soll Gruppen ermutigen, selbstorganisierte Hausprojekte mit Hilfe des solidarischen Verbundes zu starten. Ziel des Filmvorhabens ist die hierfür notwendige Wissensvermittlung auf unterhaltsame, lebendige Weise. Akteur_innen aus unterschiedlichen Projekten in Stadt und Land werden das Funktionieren und Wirken des Syndikats erläutern.
Der Film wird für Alle gratis zugänglich sein (CC-Lizenz)!

Ihr könnt das Projekt finanziell unterstützen:  Hier findet ihr sämtliche Infos und die Möglichkeit, eine Regstrierung ist nicht erforderlich.

Mai 292015
 

Ende vergangenen Jahres wurden viele Hausprojekte und andere gemeinnützige oder soziale Projekte aufgeschreckt. Der Versuch, einen besseren Schutz von Kleinanleger_innen in ein Gesetz zu gießen, drohte viele Projekte der solidarischen Ökonomie in ihrer Existenz zu gefährden, auch die Projekte unter dem Dach das Mietshäuser Syndikats.
Viele Menschen haben sich in den vergangenen Monate dafür eingesetzt, den vorliegenden Gesetzentwurf zu verändern und auch das Mietshäuser Syndikat hat gezeigt, dass man im Verbund eine stärkere Stimme erhält. Das Engagement hat sich gelohnt, denn am 23.04. wurde ein in wesentlichen Punkten verändertes Gesetz verabschiedet, das die Situationnfür uns und viele andere Initiativen der solidarischen Ökonomie im Vergleich zum ersten Entwurf erheblich verbessert. Wir sagen „Danke“ an alle, die sich eingebracht haben, aber auch an diejenigen, die zugehört und die Bedenken aufgegriffen haben.

Apr 092015
 

Im Rahmen des globalisierungskritischen  Filmfestivals Globale 2015 findet am 22. April um 19 Uhr im Erdgeschoss unseres Hauses  mal wieder eine interessante Veranstaltung für alle statt, die sich für Stadtpolitik und kollektive Wohnformen interessieren:

Verdrängung hat viele Gesichter – Film [Filmkollektiv Schwarzer Hahn / 2014] und Diskussion

Berlin: Eine linkssozialisierte Mittelschicht sucht in günstigen Quartieren Bauland für Eigentumswohnungen. Der Film befragt VertreterInnen der Baugruppen, stellt diesen aber auch die Realitäten und den Widerstand der ansässigen, verdrängten Bevölkerung gegenüber. Konfrontativ und einfühlend geht  die Kamera sehr nah ran an die Menschen beider Seiten und wirft Fragen auf. Gentrifizierung bekommt im Film ein Gesicht – viele Gesichter!

Anschließend Diskussion mit der Berliner Stadtteilaktivistin Samira und Menschen aus dem Erfurter Wohnprojekt Wohnopia

Feb 112015
 

UPDATE 7. April 2015: Nach der Anhörung von Exptert_innen durch die Ausschüsse gibt es Anzeichen dafür, dass der Gesetzentwurf in unserem Sinne angepasst wird. Doch noch sind nicht alle Forderungen erfüllt. Deshalb:

Bitte unterzeichnet ALLE die ONLINEPETITION und berichtet euren Freund_innen davon, die Zeit drängt.

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, hält uns das geplante Gesetz zum Kleinanlegerschutz schon seit einigen Monaten auf Trab. Was von Politiker_innen vielleicht gut gemeint auf den Weg gebracht wurde, bedeutet für alle solidarisch finanzierten Klein- und Kleinstprojekte (wie wir es sind, wie es auch freie Schulen, Quartiersläden, Wohngenossenschaften und viele andere euch bekannte Projekte sind) im schlimmsten Fall das Aus.

Nochmal kurz zusammengefasst: Der Gesetzgeber – derselbe übrigens, der im Koalitionsvertrag die Unterstützung von Projekten bürgerschaftlichen Engagements festschrieb – möchte den Grauen Kapitalmarkt regulieren. Aufgeschreckt durch die Pleite des Windparkbetreibers Prokon, bei der 75.000 Anleger_innen voraussichtlich etwa die Hälfte der angelegten 1,4 Milliarden Euro verlieren werden, will der Gesetzgeber das Wirtschaften mit Direktkrediten extrem erschweren.

Der deshalb von vielen Seiten getragene massive Protest führte zu einer Modifizierung des Gesetzentwurfs vom Sommer. Dabei wurden einige Zugeständnisse an Forderungen verschiedenster Initiativen (unter anderem an die des Syndikats) in Form des nachträglich eingefügten § 2b gemacht. Seit November liegt der geänderte Gesetzentwurf vor, über den im Februar und März beraten und dann abgestimmt werden soll. Nach genauerer Analyse des § 2b gibt es leider keinen Grund zur Freude, denn die Einschränkungen sind nach wie vor derart massiv, dass ein sinnvolles Wirtschaften dann kaum mehr möglich scheint.

In der jetzigen Form wird kein einziges Syndikatsprojekt von der Ausnahmeregelung für soziale und gemeinnützige Projekte profitieren können. Voraussetzung ist, dass Gesellschafter der Haus-GmbH nur eingetragene Vereine sind. Da die Mietshäuser-Syndikats-GmbH aber Gesellschafterin jeder Haus-GmbH ist, trifft diese Regelung nicht auf uns zu. Zudem würden die größeren Projekte, die über der Bagatellgrenze (mehr als 100.000 Euro Direktkreditannahme im Jahr) liegen, prospektpflichtig und hätten dafür jährliche Zusatzkosten von etwa 50.000 Euro zu erwarten. Für alle Projekte, die unter den § 2b fallen, gilt eine unrealistische Zinsgrenze. Sie ist angelehnt an die Verzinsung von sehr gut abgesicherten Hypothekenpfandbriefen und liegt derzeit bei 0,1 Prozent. Weiterer Kritikpunkt ist die Begrenzung auf eine Million Direktkreditvolumen, die für größere Projekte nicht ausreicht. Zudem gilt für alle Syndikatsprojekte über der Bagatellgrenze der § 12 mit einer starken Einschränkung der Werbemöglichkeiten. Das bedeutet u. a.: keine Flyer, keine Infostände, keine Homepages, auf denen für die Annahme von Direktkrediten geworben wird. Zusätzlich gilt bei Projekten, die über der Bagatellgrenze liegen und nicht unter den § 2b fallen, für Direktkredite eine Mindestlaufzeit von 2 Jahren mit stark eingeschränkten Kündigungsfristen. Das bedeutet eine Einschränkung der Flexibilität für alle Direktkreditgeber_innen.

Deshalb ist Protest notwendig! Bitte unterzeichnet ALLE die ONLINEPETITION und berichtet euren Freund_innen davon, die Zeit drängt.

Jan 122015
 

Selbstorganisiertes Wohnen mit vielen Menschen unter einem Dach wird auch in Erfurt zunehmend ein Thema. Seit einiger Zeit verfolgt eine Gruppe von Menschen die Idee, in der Erfurter Grolmannstraße ein neues Projekt zu starten. Die Häuser Grolmannstr. 1a – 9 und  Uhlwormstr 10 auf der nördlichen Seite stehen nahezu leer, müssen dringend saniert und sollen demnächst von der KoWo zum Verkauf angeboten werden. Lage und Größe eignen sich sehr gut, um ein großes Wohnprojekt im Sinne von Mehrgenerationenhäusern daraus zu machen. Platz wäre in den  bis zu 70 Wohnungen genug, um für Familien, Paare, Singles oder WGs sowie Gemeinschaftsflächen umgebaut zu werden. Dazu müsste die Immobilie im Ganzen oder tw. erworben und behutsam modernisiert werden. Erste Schritte sind bereits unternommen: Gespräche mit Vertreter_innen der KoWo und politischen Entscheidungsträger_innen wurden geführt, Pläne in der Gruppe gemacht, Arbeitsgruppen gegründet. Nun braucht es noch Interessierte, die sich konkret vorstellen können, mitzumachen.

Interesse? Dann melde Dich einfach per Mail grolmannstrasse@posteo.de  oder schau‘ bei den monatlichen Infocafé vorbei. Getroffen wird sich in der Grolmannstr. 9, jeweils am 21. des Monats ab 15:30

 

mehr Infos gibt’s https://wohnopia.wordpress.com/