Okt 122011
 

Willkommen!

Am Anfang standen gekündigte Mietverträge und eine Zwangssanierung. Daraus entstand der Wunsch, über den eigenen Wohnraum gemeinsam und selbständig entscheiden zu können.

Nach zweijährigem Vorlauf mit Gruppenfindung, Finanzierungsplänen, Haussuche, -kauf und Sanierung gibt es seit Anfang 2013 in Erfurt das erste selbst verwaltete Hausprojekt wohnopolis im Verbund des Mietshäuser Syndikats. Mit der finanziellen und praktischen Hilfe vieler Unterstützer_innen ist in der Lassallestraße 50 auf drei Etagen Wohnraum für 9 Erwachsene und drei Kinder sowie ein öffentlich genutzter Raum namens [L50] im Erdgeschoss entstanden.

 

Am 15. November findet im Haus Dacheröden die 3. Erfurter Vernetzungskonferenz statt. Die Vernetzungskonferenz bietet als stadtweites Forum die Möglichkeit, zivilgesellschaftliches Engagement und Beteiligungen an einer gemeinschaftlichen Stadtentwicklung herauszustellen. Zum dritten Mal treffen sich engagierte BürgerInnen, Initiativen und Vereine, Vertreter der Stadt um ihre Ideen und Vorhaben in diesen Prozess einzubringen.Eingeladen sind alle ErfurterInnen die Lust haben, eigene Ideen für die Stadtentwicklung umzusetzen und sich dafür mit anderen zu vernetzen. Denn es ist unsere Stadt!

 

 

Es gibt verschiedene Themenräume, wir beteiligen uns als Projekt am ersten Themenraum:

  •     Gemeinschaftlichem Wohnen und Wohnprojekten in Erfurt,
  •     Bürgerbeteiligungshaushalt und Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung,
  •     „Erfurt nachhaltig gestalten“ – eine neue, gemeinschaftlichen Internetplattform,
  •     Bio, Öko, Regional, Fair… – Chancen und Risiken des “nachhaltigen Konsum”,
  •     Fairtrade Town Erfurt – leben, bilden und handeln in der Einen Welt,
  •     TransitionTown Erfurt,
  •     Bündnis für eine TTIP-freie Stadt Erfurt.

 

Programm:
Wir starten 10:00 Uhr mit einer gemeinsamen Einstiegsrunde.
Hier gib es dann alle wichtigen Informationen zum Tagesablauf.

Ab 10:30 Uhr gehen wir in die erste Session, bis zum Mittag.
In der Mittagspause gibt es eine kleine Vernissage der Vormittagsdiskussionen.

Nach dem Mittag geht es in eine weitere Session.
Und ab 15:00 Uhr tragen wir die Tagesergebnisse zusammen.

Weitere Informationen zu den geplanten Themenräumen und deren Inhalten sind  hier  zu finden.

 

 

unter diesem Titel findet in den kommenden Wochen eine anregende Veranstaltungsreihe in Erfurt statt.

Dies schreiben die Veranstalter zum Hintergrund der Reihe:
“Mietpreise im Vergleich: Erfurt ist teurer als Berlin”, so titelte der STERN in einem Artikel im Februar 2014. Dies spiegelt sich auch im neuen Mietspiegel wider, der höhere Mieten von bis zu 1,Euro im Vergleich zu 2011 ausweist. Steigende EinwohnerInnenzahlen und Immobilienpreise einer seits, ein rasch dahinschmelzender Leerstand und Luxussanierungen und -neubauten andererseits kennzeichnen den Wohnungsmarkt in Erfurt im Jahr 2014.

Städtische Immobilien und Bestände aus der Kommunalen Wohnungsgesellschaft KoWo werden meistbietend privatisiert, alternative Modelle für eine dauerhafte Sicherung von Immobilien spielen kaum eine Rolle. Stadtplanerische Großprojekte wie die Buga 21 oder die ICE-City werden nur selten unter dem sozialen Aspekt betrachtet.
Zugleich wird von Seiten der Kommune in die Marke “Erfurt” als zentral gelegener Wirtschaftsstandort mit kulturellem Flair sowie als TouristInnenmagnet investiert. Soziokulturelle AkteurInnen versuchen, sich in diesem Zuge ebenfalls in Erfurt als “kreative Stadt” stärker
zu etablieren. Die jüngste Entscheidung zum geplanten “Kulturquartier Petersberg” zeigen jedoch auch die Grenzen.

Vor diesem Hintergrund laden der DGB-Stadtverband Erfurt, das DGB-Bildungswerk Thüringen und Plattform e.V. dazu ein, sich in drei Veranstaltungen kritisch mit dem Thema “Stadt, Wohnen und Soziale Frage” zu beschäftigen.

Und hier die Termine:

30.10.2014, 18:00 Uhr | Radio F.R.E.I., Gotthardstraße 21, 99084 Erfurt
Dr. Susanne Heeg, Uni Frankfurt: Vom Gebrauchsgut zum Anlageobjekt: Die Ökonomisierung von Wohnraum und seine sozialen Folgen

19.11.2014, 18:00 Uhr | Saline34, Salinenstraße 34, 99086 Erfurt
Iris Dzudzek, Uni Frankfurt: Zwischen Marktlogik, Stadtplanung und Kulturpolitik: Die ‘kreative Stadt’ und ihre Fallstricke

10.12.2014, 18:00 Uhr | [L50], Lassallestraße 50, 99086 Erfurt
Michael Stellmacher vom Leipziger Haus- und WagenRat: Selbstorganisierte Hausprojekte als Baustein einer neuen sozialen Wohnungspolitik?

Mehr Infos findet Ihr hier

 

Ihr merkt es: die Artikel auf dieser Seite werden weniger, denn es gibt nicht viel Neues zu berichten. Mit der Zeit haben wir uns der Aufgaben angenommen, die zu einem selbstverwalteten Wohnprojekt dazu gehören. Alle kümmern sich so wie sie können und wollen um allerlei:

  • Buchhaltung und Geschäftsführung
  • Teilnahme an den Mitgliederversammlungen des Mietshäuser Syndikats
  • Haus-, Erziehungs-, Bau- und Gartenarbeiten
  • Beratungen für neue Hausprojektgruppen (mail an: erfurt(ät)syndikat.org)

Wenn ihr weitere Informationen zum Hausprojekt haben wollt, dann schreibt uns: mail(ät)wohnopolis.de

Wenn ihr mehr über den s.P.u.K. e.V./ den öffentlichen Bereich [L50] erfahren wollt, dann schaut hier.

 

8. Januar – 19:30 Uhr in der [L50]

Das neue Jahr beginnt  mit unserem ersten Infoabend zum Mietshäuser Syndikat in 2014. Beim Info- und Vernetzungsabend sind alle Gruppen und Einzelpersonen willkommen, die Fragen zum Modell des Mietshäuser Syndikats oder rund um das Thema selbstorganisierte Hausprojekt haben und sich mit anderen austauschen wollen.

 

5. November – 19Uhr in der [L50]

Einige Gruppen treffen sich schon seit längerem, einige Menschen beschäftigen sich erst seit kurzem mit selbstverwalteten Wohnformen. Beim Info- und Vernetzungsabend sind alle willkommen, die Fragen zum Modell des Mietshäuser Syndikats haben oder sich mit anderen austauschen wollen

 

Ein Artikel über bezahlbaren Wohnraum, Wohnprojektinitiativen in Erfurt und wohnopolis erschien kürzlich in der TLZ:

 

Das Bildungskollektiv BiKo e.V. veranstaltet mit zahlreichen Partner_innen eine ganze Veranstaltungsreihe rund um das Thema “Umstrukturierung städtischer Räume” und die Folgen für die Menschen, die hier leben. Und natürlich geht es auch um Alternativen zum Bestehenden.  Das Themenfeld ist breit gefächert und reicht von Vorträgen zur neoliberalen Stadt über einen Filmabend zum Widerstand von Mieter_innen über libertäre und erforschende Stadttouren per Rad durch Erfurt.

Die kommenden Termine im Einzelnen:

27.09.2013, 19 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Gentrifi…was? – Kritischer Leseteppich mit verschiedenen Texten zu Gentrifizierung

04.10.2013, 17 Uhr, Hohenwindenstr. 17, Erfurt
Vorstellung des Mietshäusersyndikats

04.10.2013, 21 Uhr, Hohenwindenstr. 17, Erfurt
Widerstand ist die halbe Miete – Filmabend und Diskussion

05.10.2013, 12 Uhr, Beginn ist am Topf&Söhne Gelände (Sorbenweg 7, Erfurt)
Erinnern und Veränderung anstoßen – Libertäre Stadtradtour mit dem BiKo

08.10.2013, 19 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Istanbul-Erzähl-Café und KüfA – Reiseberichte zur Stadtentwicklung in Istanbul

 

 

 

18.September – 19Uhr in der [L50]

Immer mehr Einzelpersonen und Gruppen in Erfurt und darüber hinaus verfolgen die Idee eines Wohnprojekts. Wir möchten dazu einladen, sich kennen zu lernen, zu vernetzen und über den aktuellen Stand auszutauschen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr schon ein Projekt habt oder noch als Einzelperson auf der Suche seid.

Das Hausprojekt wohnopolis lädt ein zum Infoabend, an dem auch eure Fragen zum Modell des Mietshäuser Syndikats beantworten werden können.

 

Im August wurde das wohnopolis Hausprojekt 2 Jahre alt.  Dazu luden wir Freunde und Freundinnen, Familie, Helferinnen und Helfer ein, mit denen wir einen tollen Tag verbrachten. Neben Keksen und Kuchen gab es auch Spiele und Spannung, Gespräche und Gegrilltes, swingende Musik, Fotos der letzten 2 Jahre und Besuch von unseren Nachbarinnen.

Wir sagen Danke an den nimmermüden DJ, den s.P.u.K. und alle Menschen, die geholfen haben, uns einen angenehmen gemeinsamen Tag zu bescheren.

 

Aaaahhh, beschmierte Wände sind doch nun wirklich das tollste Zeichen urbanen Lebensgefühls. Auch wenn die Verfolgung von Streetartists und Sprayer*innen immer krasser und die Strafen drakonischer werden ( http://www.berliner-kurier.de/archiv/stockschlaege–weil-er-einen-zug-beschmierte-singapur-verhaengt-drakonische-strafen-graffiti-sprayer-oliver,8259702,8178478.html), bleibt es doch erfreulich, dass sich immer wieder Menschen auf den Weg machen um diesen Teil der Kunst am Leben zu erhalten. Auch das Haus in der Lassallestraße hat nun schon einige Verschönschmierungen erlebt. Hier der aktuelle Stand:

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